Stationäre Hilfe

Schon aus der Haft heraus können sich straffällige Frauen, Männer und auch Paare um einen Platz im Wohnhaus des Wichernhauses bewerben. Hier erhalten Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten nicht nur ein Zimmer, sondern auch eine intensive sozialpädagogische Begleitung.

Stationäre Hilfe bedeutet neben dem Leben in der Wohngruppe eine umfassende sozialpädagogische Unterstützung: Alle Klienten werden begleitet von einer Betreuungsperson, die ihnen beim Aufbau eines eigenverantwortlichen und straffreien Lebens hilft und sie bei den notwendigen Veränderungen in sozialen und wirtschaftlichen Belangen unterstützt.

Berufliche und soziale Integration

Das Wohnhaus in der Zeughausstraße in Wuppertal-Barmen verfügt über 28 Plätze. Neben den straffälligen, haftentlassenen und von Straffälligkeit bedrohten werden zunehmend junge, hilfebedürftige Menschen aufgenommen, die sich in einer akuten Krise befinden. Häufig sind sie durch Überschuldung bereits wohnungslos oder von Obdachlosigkeit bedroht. In diesen Fällen besteht die Gefahr, in die Straffälligkeit abzugleiten.

Breiten Raum in der Betreuung nimmt daher die berufliche Integration ein, die je nach individueller Situation eine Vermittlung in Schule, Ausbildung oder Arbeit bedeutet. Wir vermitteln Beschäftigungs- und Ausbildungsplätze in die Wichernhaus-eigenen Zweckbetriebe (siehe „Berufliche Integration“), aber auch in andere Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes. Gleichzeitig ist der Aufbau einer straf- und suchtmittelfreien Lebensführung von großer Bedeutung sowie das Erlernen von lebenspraktischen Verhaltensweisen, um die Klienten zu befähigen, wieder eine eigene Wohnung zu beziehen.

Bereitschaft zu Mitarbeit und Veränderung

Bis zu 18 Monate bleiben die Teilnehmer durchschnittlich im Hause, wo sie Apartments bewohnen und mit fünf Mitbewohnern jeweils eine Wohngruppe bilden. Es stehen großzügige Gemeinschafts- und Freizeiträume zur Verfügung sowie ein Garten und Außenanlagen. 
Voraussetzung für eine Aufnahme in die stationäre Hilfe ist das Mindestalter von 18 Jahren sowie ein Aufnahmegespräch. In diesem ausführlichen Gespräch wird geprüft, ob die  Hilfesuchenden Bereitschaft zeigen, mit den pädagogischen Fachkräften kooperativ zusammenzuarbeiten, und willens sind, die eigene Lebenswirklichkeit zu verändern.

 


Stationäre Hilfe 
Wichernhaus Wuppertal gemeinnützige GmbH
Zeughausstraße 40
42287 Wuppertal

Ansprechpartnerin:
Petra Söder
p.soeder@wichernhaus-wtal.de 

Tel.: 0202/98 06-266
Fax: 0202/98 06-267